7. Runde Verbandsklasse Gr. III 2025/26
Sieg gegen Tabellenführer
Im Stadtderby gegen die Schwarze Dame aus Osterfeld konnte SWO I mit 4½:3½ gewinnen und den vierten Saisonsieg feiern.
Bereits nach weniger als 45 Minuten konnten die Schwaz-Weißen das erste Ausrufezeichen setzen. Alessio Ciomperlik (4) konnte gegen den amtierenden und auch Rekord Blitz-Stadtmeister Bernd Laudage remisieren. Spitzenbrett Pascal Pütter nahm wenig später ein Remisangebot von Oliver Heisterkamp an. Durch Heisterkamps letzten Zug entstand eine unklare Stellung, in der beide Seiten keine Risiken eingehen wollten. Und nach etwas mehr als einer Stunde gab es die dritte Punkteteilung nach kuriosem Anfang. Markus Hufnagel (8) bekam von seinem Gegner Arnold Bensch bereits nach Benschs erstem Zug ein Remisangebot. Dieses lehnte Hufnagel noch ab, doch 10 Züge später einigte man sich dann auf das Unentschieden.
Beim aktuellen Zwischenstand von 1½:1½ sollte es nun 1½ Stunden bis zur nächsten Ergebnismeldung dauern. Doch dann schlugen die Schwarz-Weißen direkt im Doppelpack zu. Zuerst gewann Jörg Kuckelkorn (5) gegen Bruno Fiori. In der Najdorf-Variante der Sizilianischen Verteidigung konnte Kuckelkorn bereits früh den Weißen Anzugsvorteil egalisieren, weiter Druck aufbauen und infolge dessen mittels Fesselung wenig später Figur und Partie gewinnen. Larissa Barutta (Photo links) konnte 5 Minuten später den anderen Sieg vermelden. Gegen Reinhard Gebauer (Photo rechts), jahrelanges Vereinsmitglied bei Schwarz-Weiß Oberhausen und seit einigen Jahren nur noch passivisch Mitglied, konnte sie an Brett 6 in der Eröffnung eine unorthodoxe Zugfolge Gebauers mit einem Qualitätsgewinn bestrafen. Diesen spielte sie bis ins Endspiel vorbildlich zum Sieg hinaus.
Beim aktuellen Zwischenstand vom 3½:1½ reichte den Schwarz-Weißen also ein Sieg zum Mannschaftserfolg. Und lange Zeit sah es so aus, als ob Mannschaftsführer Jens-Stefan Kyas (2) diesen Sieg gegen das ehemalige Vereinsmitglied Malte Hessel holen würde. In der Eröffnung gewann Kyas einen Bauern und wickelte in ein Turmendspiel mit ungleichfarbigen Läufern ab. Doch nach einer Unachtsamkeit konnte Hessel Türme tauschen und Kyas musste nach 3½ Stunden Spielzeit einsehen, dass ungleichfarbige Läufer zu 99% Remis sind. Und 20 Minuten später kamen die Osterfelder nochmal zurück. Pierre Jehl spielte gegen Anatoly Ivchenko an Brett 3 eine solide Partie und erarbeitete sich nach und nach eine bessere Stellung. Doch einmal Fehlgegriffen wurden Ivchenkos verbundene Freibauern zu stark und verhalfen ihm zum Sieg.
Somit spielte beim Stand von 4:3 noch Sven Heintze am siebenten Brett gegen Jugendstadtmeister Rouven Brans. In einer Stellung, in der für beide Seiten einiges möglich war, konnte Heintze seine Stellung aber einfach nur sicher verwalten, da bei einem Remis der Kampf für SWO I gewonnen wäre. Brans musste also gewinnen. Aber Heintze erreichte später eine leicht bessere Stellung und konnte nach 4 Stunden aus der Position der Stärke heraus die Partie remisieren und den Schwarz-Weißen den Derbysieg bescheren.
In der 8. Runde in drei Wochen reist die 1. Mannschaft dann in den Essener Süden zur 3. Mannschaft der SF Essen-Werden. Auch hier erwarten die Oberhausener einen spanenden und knappen Spielverlauf. Mit einem Sieg könnte man sich zudem noch theoretische Aufstiegschancen bewahren.
| Br. | Rangnr. | SW Oberhausen I | - | Rangnr. | SD Osterfeld I | 4½:3½ |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 1 | Pütter, Pascal | - | 1 | Heisterkamp, Oliver | ½:½ |
| 2 | 2 | Kyas, Jens-Stefan | - | 2 | Hessel, Malte | ½:½ |
| 3 | 3 | Jehl, Pierre | - | 3 | Ivchenko, Anatoly | 0:1 |
| 4 | 5 | Ciomperlik, Alessio Diego | - | 4 | Laudage, Bernd | ½:½ |
| 5 | 6 | Kuckelkorn, Jörg | - | 5 | Fiori, Bruno | 1:0 |
| 6 | 7 | Barutta, Larissa | - | 6 | Gebauer, Reinhard | 1:0 |
| 7 | 8 | Heintze, Sven | - | 7 | Brans, Rouven | ½:½ |
| 8 | 1002 | Hufnagel, Markus | - | 8 | Bensch, Arnold Heinrich | ½:½ |
Der erste Punkt für die Oberhausener fiel bereits nach anderthalb Stunden. Spitzenbrett Holger Hortolani demonstrierte eindrucksvoll seine überlegene Spielstärke und sicherte den ersten Sieg für das Team. Nur zehn Minuten später nahm Dr. Jürgen „Doc“ Böcker an Brett 5 das Remisangebot seines Gegners an, um die Führung weiter zu festigen.
