2017/18 3.Runde Bezirksoberliga - SWO III
SWOB III nutzt Chance nicht
Nach zwei Siegen in den ersten beiden Runden hatte am 3. Spieltag der Bezirksoberliga SWO III den Tabellennachbarn Bottrop 21 II zu Gast und verlor etwas unter Wert mit 2½:5½ den Wettkampf.
Zu Beginn glaubte man den beiderseitigen Respekt voreinander spüren zu können. Bottrop 21 II ging zwar als Favorit in diesen Kampf, doch dieser begann recht zahm. Nach zwei Stunden Spielzeit hatte keine Mannschaft an einem Brett sich große Vorteile erarbeiten können, und so waren die Remis durch Markus Hufnagel an Brett 2 und Miguel Zimmer (3/Foto) in Ordnung.
Nach einer weiteren Stunde gerieten die Oberhausener in Rückstand. Larissa Barutta (8) behandelte ihre Stellung zu zahm, ließ einen Königsangriff zu, bei dessen Abwehr sie ihre Dame einstellte und folgerichtig aufgab. Zu diesem Zeitpunkt hatte Peter Holdsch (4) bereits eine Qualität weniger. Diese setzte sein Gegner mit Übersicht ein, gewann einen Bauern nach dem anderen und zum Schluss sogar eine Figur. Das Endspiel wollte sich Holdsch nicht mehr zeigen lassen, so dass die Bottroper auf 1:3 davonziehen konnten. Arno Szabelski (6) hatte in der Eröffnung einen Bauern verloren und sah sich einem Königsangriff ausgesetzt, doch er verteidigte sich umsichtig und gewann seinen Bauern zurück. Am Ende einigte er sich kurz vor der Zeitkontrolle mit seinem Gegner ebenfalls auf Remis.
Bei den verbliebenen 3 Partien sah es so aus, als könnte SWO III das Wunschziel erreichen und einen Punkt in Oberhausen behalten. Günther Grunwald (7) hatte sich zunächst eine komfortable Stellung mit einer Qualität mehr erarbeitet und war in die gegnerische Königsstellung eingedrungen. Doch sein Gegenüber verteidigte sich geschickt und zwang Grunwald zunächst dazu die Qualität mehr in einen Mehrbauern zu reduzieren. Anschließend nutzte er die Abwesenheit von Grunwalds Figuren am Königsflügel, um seinerseits in dessen Stellung einzudringen und zwang ihn zur Aufgabe. Mit diesem Sieg war auch der Wettkampf entschieden, denn die Bottroper führten danach mit 1½:4½ uneinholbar.
Robert Klein (5) spielte bis dahin eine ruhige Partie mit besseren Chancen für ihn. Doch kurz vor der ersten Zeitkontrolle nach vier Stunden Spielzeit sorgte die allgemeine Unruhe durch den Verlust des Wettkampfes für eine Phase der Unkonzentration bei ihm, in der er seinen Gegner zu einer taktischen Kombination mit Mattbild einlud, die dieser prompt nutzte und Klein seine Partie aufgeben musste. Den Ehrenpunkt holte zum Schluss Sven Heintze am Spitzenbrett. Gegen Ende der Eröffnung hatte er ein gedrücktes Spiel, verteidigte sich zäh und gewann sogar einen Freibauern des Gegners. Im nachfolgenden Turmendspiel drohte nach vier Stunden Spielzeit der Verlust eines weiteren Bauern, so dass sein Gegner die Partie zum 2½:5½ Endstand aufgab.
Auch wenn das Ergebnis eindeutig zu sein scheint, der Verlauf des Wettkampfes lässt auf mehr hoffen. Und vielleicht ist Caissa beim nächsten Kampf auf der Seite der Oberhausener und lässt diese gegen die Schachfreunde Gelsenkirchen mindestens einen Punkt mit nach Hause nehmen.
| Br. | Rangnr. | SWOB III | - | Rangnr. | SV Bottrop II | 2½:5½ |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 17 | Heintze, Sven | - | 9 | Braun, Uwe | 1:0 |
| 2 | 18 | Hufnagel, Markus | - | 10 | Spoden, Kurt | ½:½ |
| 3 | 19 | Zimmer, Javier Miguel | - | 11 | Hüstegge, Ulrich | ½:½ |
| 4 | 21 | Holdsch, Peter-Michael | - | 12 | Schneider, Hans-Joachim | 0:1 |
| 5 | 22 | Klein, Robert | - | 13 | Dudek, Peter | 0:1 |
| 6 | 23 | Szabelski, Arno | - | 14 | Gruber, Herbert | ½:½ |
| 7 | 24 | Grunwald, Günther | - | 15 | Bonatis, Reiner | 0:1 |
| 8 | 3001 | Barutta, Larissa | - | 2001 | Kalus, Andreas | 0:1 |
Reinhard Gebauer an Brett 2 beendete nach nur 90 Minuten als erster seine Partie. In einem von beiden Seiten vorsichtig geführten Duell wollte keiner der Spieler ein Risiko eingehen und nach einer mehrmaligen Zugwiederholung einigten sich die Protagonisten auf ein leistungsgerechtes Unentschieden. Eine weitere Stunde sollte es dauern, bis auch Marcus Schulz (4) seine, allerdings wechselhafte, Partie Remis gab. Nach einem starken Angriff, verbunden mit einem Bauernsturm auf den gegnerischen König, fand sich Schulz plötzlich mit einer Minusfigur am Brett wieder. Um den weiteren Angriff besser abfangen zu können, gab der Gegner die Figur wieder zurück und erlangte so genügend Gegenspiel um Schulz ein Remis abzuringen. Jugendstadtmeister Jens-Stefan Kyas spielte am Spitzenbrett wie immer sehr kreativ und brachte seinen Gegner schon bald in Zeitnot. Ein erstes Remisangebot lehnte Kyas daher ab und spielte weiter auf Angriff. Der Gegner verteidigte aber akkurat, schaffte die Zeitnotphase und rettete sich anschließend ins Dauerschach zum gerechten 1½:1½ Zwischenstand.
Nach gut 45 Minuten hatte Sirac Aslan an Brett 6 schon einen Turm weniger. Doch mit dem Mut der Verzweiflung kämpfte er weiter um sein Team nicht schon zu früh in Rückstand zu bringen. An Brett 5 spielte Marco Miguel „Junior“ Zimmer eine „Harakiri“ Partie. Nach ruhigem Eröffnungsverlauf spitzte sich die Partie zu und beide Seiten ließen riesige Chancen aus. Am Ende standen nur noch beide Könige auf dem Brett: Remis. Trotz erbittertem Widerstand musste Aslan nach einer weiteren halben Stunde den Punkt bei seinem Gegner abliefern. Das Spitzenbrett ließ Mannschaftsführer und Jugendstadtmeister Jens-Stefan Kyas 
Dabei startete der Gastgeber gar nicht schlecht in den Kampf. Der erst 8-jährige Falk Matthias