6. Runde Bezirksoberliga SWO III 2017/18
SWO III verliert das Derby
Am 6. Spieltag musste SWO III, die Überraschungsmannschaft der Bezirksoberliga, beim designierten Aufstiegsaspiranten OSV III antreten und verlor nach heroischem Kampf letztlich verdient mit 2:6.
Mit 6 Mannschaftspunkten hatte SWO III bereits mehr erreicht als man vor der Saison erwartet hatte. Und so trat SWO III ergebnisoffen beim Aufstiegsaspiranten OSV III an und lieferte einen packenden Kampf.
Zunächst lief es noch ganz gut für die Schwarz-Weißen. Nach gut einer Stunde einigte sich an Brett 3 Javier Miguel Zimmer mit seinem Gegenüber Stefan Horn (OSV) auf Remis. In einer zweischneidigen Stellung hatte jeder Respekt vor dem Anderen, was dann zu dieser frühen Punkteteilung führte. Kurze Zeit später konnten sowohl Günther Grunwald (8) gegen Andreas Schneider (OSV) als auch Holger Dunio (4) gegen Stefan Ratzmann (OSV) ihre Gegner ebenfalls zu einer Punkteteilung überreden. Einen weiteren halben Punkt lieferte nach 100 Minuten Robert Klein (6) gegen den mehrmaligen Jugendstadtmeister (2003-2006) Ben Hoffmann (OSV) zum Zwischenstand von 2:2 dazu.
Das waren dann aber auch die letzten Punkte für die Schwarz-Weißen. Zunächst musste Markus Hufnagel (2) mit einem Turm weniger gegen Wolfgang Prüfer (OSV) den vollen Punkt abgeben. Am Spitzenbrett kam Sven Heintze gegen Andreas Söhnchen (OSV) gut aus der Eröffnung heraus. Doch danach spielte Söhnchen mit fast 500 DWZ-Punkten mehr seinen enormen Spielstärkeunterschied aus, überspielte nahezu Heintze zur 2:4 Führung für OSV III. Arno Szabelski hatte es mit Niclas Kohl (OSV) an Brett 7 mit dem Jugendstadtmeister von 2015 zu tun. Bis etwa Zug 26 konnte Szabelski die Partie in ausgeglichenen Gewässer halten, bevor er einen aussichtsreichen Angriff startete, fehlgriff und den vollen Punkt beim Jungtalent abgeben musste.
Am Ende spielte nur noch Peter Holdsch (5/Foto) gegen Kai Hombrecher (OSV) eine einsame Partie. Obwohl der Kampf bereits verloren war, verließ Holdsch die mögliche Remisbreite und startete einen ambitionierten Angriff, wo er für besseres Spiel eine Figur gegen zwei Bauern opferte. Doch auch hier konnte der OSV Spieler seine größere Spielstärke ausspielen, ließ den Angriff ins Leere laufen und gewann zum 2:6 Endstand.
Am nächsten Spieltag geht es nun gegen den Tabellendritten Gladbeck II. Diese konnten zwar gegen OSV III gewinnen, verloren im Gegenzug aber gegen Schwarze Dame Osterfeld. Damit besteht für SWO III die Möglichkeit zu Hause zu gewinnen, und damit den endgültigen Klassenerhalt zu sichern.
| Br. | Rangnr. | OSV III | - | Rangnr. | SWOB III | 6:2 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 17 | Söhnchen, Andreas | - | 17 | Heintze, Sven | 1:0 |
| 2 | 18 | Prüfer, Wolfgang | - | 18 | Hufnagel, Markus | 1:0 |
| 3 | 19 | Horn, Stefan | - | 19 | Zimmer, Javier Miguel | ½:½ |
| 4 | 20 | Ratzmann, Stefan | - | 20 | Dunio, Holger | ½:½ |
| 5 | 23 | Hombrecher, Kai | - | 21 | Holdsch, Peter-Michael | 1:0 |
| 6 | 24 | Hoffmann, Ben | - | 22 | Klein, Robert | ½:½ |
| 7 | 3001 | Kraus, Kilian | - | 23 | Szabelski, Arno | 1:0 |
| 8 | 3002 | Schneider, Andreas | - | 24 | Grunwald, Günther | ½:½ |
"Es ist einfach der Wurm drin, diese Saison", kommentiert Mannschaftsführer Michael Holl die erneut desolate Vorstellung seines Teams zur sechsten Niederlage im sechsten Spiel. In Bestbesetzung wollte man wenigstens die rote Laterne an diesem Spieltag abgeben. Aber die ebenfalls in Bestbesetzung angetretenen Bottroper machten dem Oberhausener Spielführer einen Strich durch die Rechnung.
Im Duell der Ältesten der Mannschaft behielt Hans Schneider an Brett sieben gegen Gotthard Stieglitz (OSV) die Oberhand und gewann. Nach wechselseitigem Spiel einigten sich an Brett 4 Anastasios Killus und Marcel Lohse nach einer Stunde auf Remis.
Wie die Feuerwehr legte dabei Dennis Matthias los, der erst seine erste Saison spielt und sich schon zum Topscorer der Mannschaft entwickelt. An Brett 3 hatte er es mit dem nominell stärksten Gästespieler zu tun. Nach nur 15 Minuten eroberte er nicht nur die auf Abwegen geratene gegnerische Dame sondern auch den Führungspunkt. Über eine Stunde warteten die Oberhausener bis der erst 11-jährige Sirac Aslan (Brett 4) seinen erwachsenen Gegner zur Aufgabe zwang. Mit aktivem Spiel eroberte er erst eine Qualität, woraus später ein ganzer Turm wurde, was dem Gladbecker das Weiterspielen verleidete. In dessen "Windschatten" spielten sich bei Miguel "Junior" Zimmer ähnliche Dramen ab. Der erst 12-jährige Youngster hatte es an Brett 3 ebenfalls mit einem erwachsenen Gegner zu tun. Dies hielt ihn allerdings nicht davon ab, ebenfalls erst die Qualität und anschließend einen ganzen Turm, und damit die uneinholbare 3:0 Führung, zu gewinnen.