3.Runde Bezirksklasse 2018/19
SWO III nur Remis
Einen gebrauchten Tag erwischte die erfolgsverwöhnte dritte Mannschaft von Schwarz-Weiß Oberhausen und erreichte gegen Kirchhellen III in der Bezirksklasse mit 4:4 „nur“ ein Unentschieden.
Den ersten Rückstand mussten die Oberhausener bereits nach 70 Minuten hinnehmen. Thomas Plückelmann (2/Foto) hatte sich nach der Eröffnung einen leichten Vorteil erspielt, doch eine kleine Unaufmerksamkeit lud seinen Gegner zu einem Königsangriff ein, bei dem Plückelmann nur die Wahl zwischen Matt oder Figurenverlust hatte und aufgab.
Eine halbe Stunde später stellte Lars Stratmann (8) wieder den Ausgleich her. Ruhig und konzentriert häufte er Vorteile an, die letztendlich zu einem Turmverlust seines Gegenübers führten, weshalb er umgehend die Partie aufgab.
Nach weiteren 30 Minuten der erneute Rückschlag. Am Spitzenbrett hatte Larissa Barussa bereits die Qualität gewonnen und tauschte darauf die Damen. Doch dabei verlor sie einen Bauern und stellte zusätzlich ihren Turm dermaßen passiv, dass er beim Vormarsch der gegnerischen Bauern nicht mehr eingreifen konnte. Nachdem einer die Grundreihe erreichte und zur Dame umgewandelt wurde, gab Barutta auf.
Im Gleichtakt folgten 2 Remisen von Walter Klamet (4) und Arno Szabelski (7). Während Klamet ein Leichtfigurenendspiel ohne Perspektiven auf dem Brett hatte, war die Stellung bei Szabelski dermaßen geschlossen, dass keine Seite einen Durchbruch erzwingen konnte. Doch der Zwischenstand von 2:3 und die Aussichten bei den verbliebenen Partien ließen nichts Gutes ahnen.
Den erneuten Ausgleich erzielte nach 3 Stunden Spielzeit Andreas Konrad (5). Nach einer feinen Kombination hatte er einen Läufer mehr auf dem Brett und durfte, für seinen Gegner vollkommen überraschend, mattsetzen.
Mannschaftsführer Robert Klein (7) erwischte nicht seinen besten Tag, während sein gut 300 Punkte schwächerer Gegner eine starke Leistung ablieferte. In etwas mehr als 3½ Stunden leistete er sich keinen erkennbaren Fehler, und Klein gab bei beginnender eigener Zeitnot die Partie Remis.
Zum Schluß spielte an Brett 3 nur noch Peter Holdsch. Er musste nun gewinnen, damit beide Punkte in Oberhausen bleiben, und quälte daher sein Gegenüber in einem theoretisch remis endenden Bauernendspiel. Doch sein Gegner gab sich keine Blöße, spielte korrekt weiter, so dass auch hier nach 4 Stunden Gesamtspielzeit das Ergebnis Remis lautete, was gleichbedeutend das Endergebnis von 4:4 und einen unerwarteten Punktverlust bedeutete.
Im neuen Jahr geht es im Lokalderby zur 1.Mannschaft von Sterkrade-Nord. Diese hatte sich zwar mit neuen Spielern, davon zwei Ehemaligen von SWO, gut verstärkt, doch wenn Caissa ein wenig mithilft ist auch gegen den derzeitigen Tabellenführer vielleicht etwas mehr drin.
| Br. | Rangnr. | SWOB III | - | Rangnr. | SF Kirchhellen III | 4:4 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 17 | Barutta, Larissa | - | 18 | Schürmann, Gerhard | 0:1 |
| 2 | 18 | Plückelmann, Thomas | - | 19 | Große, Hans Georg | 0:1 |
| 3 | 20 | Holdsch, Peter-Michael | - | 20 | Koch, Udo | ½:½ |
| 4 | 21 | Klamet, Walter | - | 21 | Breit, Joachim | ½:½ |
| 5 | 22 | Konrad, Andreas | - | 22 | Sokolowski, Herbert | 1:0 |
| 6 | 23 | Klein, Robert | - | 24 | Bradler, Ernst | ½:½ |
| 7 | 24 | Szabelski, Arno | - | 3001 | Möhlen, Norbert | ½:½ |
| 8 | 25 | Stratmann, Lars | - | 32 | Wargin, André | 1:0 |
Den Siegesreigen eröffnete Markus Hufnagel an Brett 8 bereits nach einer Stunde gegen Jürgen Cziczkus. Als Hufnagel die nur leicht bessere Stellung zu seinem Vorteil öffnen konnte, gab Cziczkus nach anschließendem Materialverlust auf. Mit der knappen Führung im Rücken und weiteren aussichtsreichen Partien seiner Mitspieler, erhielt Mannschaftsführer Michael Holl (5) ein unerwartetes Friedensangebot von Arnold Bensch. Holl überzeugte sich die nächste Viertelstunde von den zu erwartenden Ergebnissen seines Teams und willigte in leicht besserer Position in das erste Remis des Tages ein. Nur 10 Minuten später bestätigte Marcus Schulz (7) mit einem schönen Damenfang gegen Christoph Kyritsis die Einschätzung seines Mannschaftskapitäns zur 2½:½ Führung.
Doch nach 2 Stunden standen die Oberhausener bereits mit dem Rücken zur Wand. Mannschaftsführer und Spitzenbrett Jens-Stefan Kyas verrechnete sich im Mittelspiel, als er dachte er könne mit seinem Zug in ein vereinfachtes Endspiel überleiten. Doch genau dieser Zug war es, welcher ihn später einschnürte und schließlich aufgeben ließ.
Angekommen bestätigte sich die Vermutung, da die Schwarze Dame mit ihren ersten vier Brettern antrat, doch dennoch machten sich die Schwarz-Weißen an die schwierige Aufgabe, die nächste Runde zu erreichen.
Nach nur 30 Minuten hatten die Oberhausener an Brettern 5,6 und 8 bereits jeweils einen Bauern mehr. Als Erster verwandelte diesen Vorteil nach 1 Stunde Spielzeit Martin Herzog (6) in einer gut geführten Partie. Fast zeitgleich gewann an Brett 4 Jürgen Schmidt ebenfalls seine Partie. Ein grober Fehler auf der Gegenseite kostete 4 Bauern, was dann auch zur Aufgabe und zu einer 2:0 Führung führte.